Montag, 19. Dezember 2016

Unser Müll von heute, das Problem von morgen – Eine alternative Herangehensweise

Terrassenanbau von Reis
Leben im Einklang mit der Natur? Vermeidung von Müll, speziell Plastikmüll? Schutz der uns umgebenden Natur? Diese Themen gehören wohl zu den meist diskutiertesten unserer Gesellschaft und gleichzeitig zu denjenigen, bei denen noch einiges an Handlungsbedarf besteht. Speziell die großen, aber auch kleinen Städte produzieren weltweit Unmengen an Müll. Aber wie sieht das Ganze eigentlich bei der Tribal Bevölkerung aus, die rund um die Stadt Shringeri in den stark bewaldeten Western Ghats lebt? Dieser Frage, versuchten wir bei unserem Field Visit in VIKASANA´s Integrated Tribal Development Project nachzugehen.

VIKASANA´s „Integrated Tribal Development Programme“
Das Projekt “Integrated Tribal Development Programme” wurde zur Unterstützung der indischen Tribal Community, welche die älteste ethnologische Gruppe der indischen Bevölkerung darstellt, von der indischen NGO VIKASANA im Mai 2011 ins Leben gerufen.
Ziel ist die Gewährleistung nachhaltiger, ökologischer Landwirtschaft und eine Verbesserung deren Umsetzung innerhalb der tribal society. Das Projektgebiet umfasst 18 Dörfer rund um Koppa und Shringeri innerhalb des Chikmagalur Districts.
Auch wenn die Tribals nicht in einer eigenen Subkultur leben, grenzen sie sich doch in ihrer Kultur und Lebensweise von der restlichen indischen Bevölkerung deutlich ab. Allerdings muss hier deutlich gemacht werden, dass es sich keinesfalls um exotische Buschvölker, sondern um ganz normale Menschen, die in normaler Kleidung in landestypischen Häusern lebt, handelt.
(Quelle:An outlines: Integrated Tribal Development Programme in Koppa and Shringeri block,
From: Tribal development project poster, Vikasana)


Mit den Menschen die wir im Projektgebiet trafen, unterhielten wir uns über die Fragen, was sie vom Leben im Einklang mit der Natur halten, welche Vor-und Nachteile  dieses hat, ob sie sich freiwillig für ein Leben fernab der Städte entschieden haben oder durch wirtschaftliche Gründe dazu gezwungen sind, sowie über Umweltschutz und Müllentsorgung.

Die Menschen hier leben von und mit ihrer natürlichen Umgebung. Relativ abgeschieden von größeren Orten, sind sie angewiesen auf ein Leben im Einklang mit der Natur und ein harmonisches Verhältnis zu ihrer Umwelt. Doch diese Abgeschiedenheit ist keinesfalls ein wirtschaftlich bedingter Zwang, im Gegenteil, die Menschen, mit denen wir sprachen, ziehen es sogar vor, dort zu wohnen und zu arbeiten, anstatt in den Städten zu leben. Schließlich, so erzählten sie uns, hätten sie hier alles, was sie bräuchten.


Die meisten arbeiten als Bauern auf kleinen Mischkultur-Plantagen und -feldern rund um ihre Häuser, sammeln Früchte und Honig im Wald und halten Kühe, Ziegen und Hühner. Der Anbau in Mischkulturen ist eine besondere Form ökologischer Landwirtschaft, bei dem verschiedene Pflanzenarten unterschiedlicher Erntezeiten in einem Gebiet kultiviert werden, um eine ganzjährliche Ernte zu garantieren und den Nährstoffgehalt im Boden zu bewahren.

Ein zusätzliches Einkommen verdienen sich die Farmer beispielsweise über eine kleine, von der Regierung geförderte Handtuch-Manufaktur, als Schneider oder Arbeiter. Auch Vikasana schafft einkommenssteigernde Maßnahmen, zum Beispiel durch die Errichtung von kleinen Läden am Straßenrand, in denen die Menschen ihre Produkte, Snacks, Tee oder Kaffee und andere Güter verkaufen können.


Doch das Leben mit der Natur bringe auch einige Probleme mit sich, wie uns berichtet wurde. Zum einen stellen die zeitweise sehr starken und andauernden Regenfälle eine Bedrohung für die Ernte dar, weil die großen Wassermassen die Samen teilweise wegspülen und die Böden auswaschen. Zum anderen leben in den Wäldern auch zahlreiche wilde Tiere, wie Affen, Wildschweine und Büffel, die die Reis-, Kokosnuss-, Bananen- und Kaffeepflanzen, die hier unter anderem angebaut werden, als willkommene Abwechslung auf ihrem Speiseplan ansehen.

Doch trotz dieser Herausforderungen möchte die Gemeinde sich nicht dem Willen der Regierung beugen und in die Städte umsiedeln. Sie wurden hier geboren und haben hier ihr ganzes Leben verbracht. Ein Umzug in die Stadt, käme für sie der Entwurzelung aus ihrem Heimatland gleich.

Auch wenn die Schulwege der Kinder lang und öffentliche Verkehrsmittel nicht vorhanden sind, es keine Anbindung an städtische Wasser- und Stromleitungen gibt und die Regierung eine Entschädigung für die Umsiedelung in größere Orte anbietet, zieht die tribal community das Leben in der Natur entschieden vor, da es auch positive Seiten hat.

Ein Beispiel sind die geringeren Ausgaben im Alltag. So beziehen sie viele Materialen aus dem Wald und verwenden diese zur Herstellung alltäglicher Gegenstände. Vor allem Bambus ist vielseitig einsetzbar, wird er zum Beispiel zu Körben oder Tellern verarbeitet und auch teilweise beim Häuserbau benutzt. Der größte Teil benötigter Nahrungsmittel wird im hauseigenen Mischgarten geernt oder ebenfalls aus dem umliegenden Wald gewonnen. Hierbei sammeln die Kleinbauern vor allem Früchte und Honig und verkaufen diese Produkte unter anderem auf dem örtlichen Markt. Auch wachsen im Wald und in den Gärten viele medizinische Heilpflanzen, die eine gute Alternative zu teureren Medikamenten aus der Apotheke darstellen.

Die Natur bedeutet für die Menschen dort eine wichtige Unterstützung und Lebensgrundlage, weswegen sie sehr daurauf bedacht sind, ihre Umwelt zu schützen.

Dennoch wird ihnen immer wieder vorgeworfen, dem Wald zu schaden und Mitschuld an dessen Zerstörung zu tragen. Dabei seien es gerade die großen Plantagen-Besitzer, die den Wald gefährden, indem sie  Waldflächen übermäßig roden und  in Monokulturen umwandeln lassen,um große Gewinnsummen zu erzielen. Und auch die städtische Konsumgesellschaft würde durch die Unmengen an Plastikmüll einen großen Teil zur Zerstörung der Umwelt beitragen, erklärten sie uns.

Die Tribal Gemeinde hingegen verwendet, zusätzlich zu den bereits erwähnten Mischkultur-Feldern, ausschließlich Biogas-Öfen, um keine Bäume für Holz fällen zu müssen. Zudem vermeiden sie Plastikprodukte und gehen beispielsweise nur mit wiederverwendbaren Taschen zum Einkaufen auf den Markt. Dies führt gemeinsam mit dem weitestgehenden Verzicht auf Fleischprodukte dazu, dass so gut wie nur biologische Abfälle anfallen. Diese werden gemeinsam mit Laub aus dem Wald und Kuhdung in einem Kompostsystem zu Dünger verwertet. So entsteht im Endeffekt gar kein Müll im herkömmlichen Sinne.



Auf unsere Frage, was sie über die Konsumgesellschaft denken und den Menschen in den Städten gerne mit auf dem Weg geben möchten, antwortete die Community, dass es gerade die Menschen der Konsumgesellschaft seien, also auch wir, die die Natur zerstören und somit das Überleben aller gefährden. Zwar sagen sie, dass moderne Technologien durchaus wichtig seien und eine große Erleichterung darstellen können, unter der Vorraussetzung, dass sie in den richtigen Gebieten eingesetzt werden. Dies sei jedoch bisher nicht ausschließlich der Fall. Im Gegenteil, die neuen Technologien bedrohen in ihren Augen die Arbeit der Farmer mehr, als dass sie unterstützen. Wenn nicht bald etwas geschehe, sagen sie, wird es künftig kein Leben auf dem Land mehr geben und auch die Natur wird zusehends in Mitleidenschaft gezogen werden, sodass irgendwann nicht mehr genügend Nahrung für alle vorhanden ist.

Diese Aussagen sollten wir uns durchaus zu Herzen nehmen und unser eigenes Handeln überdenken, inwiefern es sich auf unsere Umwelt auswirkt und was wir tun können, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.




Today´s waste, tomorrow´s problem – an alternative solution
The tribal community in Sringerie as a role model
A life closely connected to nature? Avoiding waste – especially plastic waste? Protection of our environment? These issues are some of the most discussed ones in today´s society. Concurrently, there is still an enormous need of human action and effort to deal with those.
The world produces an unbelievable amount of waste every year, especially big cities but also the smaller towns. But what about the tribal population living amongst the Indian woods? With our field visit at VIKASANA´s Integrated Tribal Development Project we tried to find an answer to this question

VIKASANA´s „Integrated Tribal Development Programme“

The project titled “Integrated Tribal Development Programme” specially targets the tribal people who are the oldest ethnological segment in the Indian population. The tribal is a society having a clear linguistic boundary, these tribes also has a cultural boundary much less well defined, and this is the general frame for the formal and informal interactions of these members.  But hardly any of the tribes exist as a separate society. The major tribal populations have been settled in remote areas, devoid of common infrastructure facilities such as transportation, communication, health, education and safe drinking water. These circumstances have left them apart from social awareness, modern technologies and financial support from the government. 

With a view to ensure sustainable economic improvement of tribal communities, “Integrated Tribal development programme” was implemented in Koppa and Shirngeir block since May 2011 until March 2016. The project spreads over 18 villages of Koppa and Shringeri blocks of Chikmagalur district.  Various village level orientation meetings were called to update the project brief information to community and ensure their cooperation and support for effective implementation of the project activities. Regular touch with community and establishment of rapport with local institution has slowly pioneered by the project team. Simultaneously, it’s commenced implementing project activities laid down under the Detailed Project Report (DPR). The project targeted 409 land based families through wadi establishment while 106 landless families were received the support for sustainable livelihood security.
Source: An outlines: Integrated Tribal Development Programme in Koppa and Shringeri block  From: Tribal development project poster, Vikasana)
We talked with the people we met at the project area about their attitude towards a life in accordance with nature, benefits and drawbacks that come along with this and whether they chose this way of living voluntarily or whether they are forced to by some economical or social matters. Moreover we discussed about the topics of environment protection and waste management.
The people here are dependent on the surrounding nature and live very closely connected to it. Their homes are located deep in the forest and , consequently, far away from the towns and villages. But this seclusion does not result from any economical coercions. Quite the contrary, the tribal people rather prefer a life with the nature than living in the towns. In fact, they told us that they have everything they need there.
Most of them work as farmers and do mixed cultivation around their houses, collect fruits and honey in the forest and some of them also have cows, goats and chicken. The mixed cultivation is a special kind of agriculture. Instead of cultivating only one sort of plants, the farmers plant many different kinds next to each other, so that the nutrient cycle is upheld and an all-season harvest is provided. To gain an additional income some of the farmers work in a small handloom manufactory supported by the government. Even VIKASANA offers such possibilities by establishing small shops located at the roadside where the farmers can sell products like coffee, tea, self-prepared food and other goods.
But they are also confronted with some disadvantages that are connected to a life in the nature. On the one hand there are temporarily very strong and continuous rainfalls that mean a serious danger for the harvest because the large amount of water washes partly away the seats and nutrients and minerals are eroded from the floor.
On the other hand lots of wild animals, like buffalos, monkeys and wild pigs live in the forest and often spoil the crops.
Nevertheless, the tribal community does not want to move to the cities like the government prefers them to do. The Tribals were born there and have been living in this place for their whole life. Due to this circumstance, they consider a movement to the towns as an uprooting out of their motherland. Even though the way to school is long, public transport does not exist and there is mainly no connection to local infrastructure like water- and electricity networks and the government offers them money if they agree to move to the towns, the tribal farmers favors the life amongst the forest.
They pay more attention to all the benefits that come along with this way of life, for example the lower costs in their everyday life. Like this, they can use a lot of materials from the forest to create objects they need. Especially the bamboo is used for many different purposes, e.g. for the production of plates or baskets and also sometimes for the constructions of houses.
Most of their food they obtain from the forest and their own gardens with mixed cultivation. The main products are fruits, vegetables and honey, which they partly sell on local markets. Additionally, there is a grand diversity of herbal medicine in the forest which means a cheap and also effective alternative to expensive medicine from the pharmacies in the cities.
Nature is an important support and livelihood to the tribal community so as a consequence they really care for its protection. In spite of that, they are accused of harming the forest and contribute to its destruction by the government, like the people we interviewed told us. But in fact, it´s not the tribal community who threatens the forest, indeed it´s the behavior of great land owners who stub the wood excessively and turn it into monocultures in order to receive the most possible cash profit. Also the people from the towns and villages contribute a major part to this destruction by producing huge amounts of (plastic) garbage that is non-biodegradable.
In contrast the tribal community uses, additionally to mixed cultivation, only biogas ovens. So they don´t need to stub trees to get fire wood. Furthermore the tribal people avoid plastic at all. One example how they do this is that they take reusable bags or baskets instead of plastic bags for shopping. Together with their mostly vegetarian nutrition this leads to the consequence that they just produce biodegradable garbage. This garbage is put together with fallen leaves from the forest and cow dung and after some time passed by it has become fertilizer which can be used for their agriculture. However, due to this recycling method there´s no ´waste´ like we know it, in fact.
In the end of our interview we asked the tribal people what they think about consumer society and if they want to give any suggestions to other people concerning environment protection and waste management. They responded that the people of consumer society are mainly responsible for the destruction of nature and constitute a certain danger for the human surviving. They acknowledge new technologies as useful relieves but only if they are used correctly in suitable areas and bring advantages to all people. But in their opinion this is not the reality and they claimed that new technologies also threaten the farmers´ work and existence more than they support them. The consequence, in their point of view, is a future scenario in which agriculture in its traditional form no longer exists and there´s a serious lack of nutrition.
After all there´s no need to mention that we all should think about this problems and bear in our minds the consequences coming along with them. Moreover it´s extremely necessary that everybody has to reflect their own behavior and in which ways they have a negative impact on the environment. Of course suggestions and ideas how we can improve our habits and fight against this dangerous and harmful development should be an important part of these reflections, too.
















Montag, 5. Dezember 2016

Vom südindischen Essen


Da bereits die Hälfte unseres Freiwilligendienstes vorbei ist, haben wir uns gedacht, dass es an der Zeit ist, über ein Thema zu schreiben, das hier wirklich eine große Rolle spielt und über welches wir schon so einiges lernen durften: Das indische Essen!

Kommen wir morgens ins Office, ist der erste Satz mit dem wir begrüßt  werden „Tindi aita?“ („Schon gefrühstückt?“), gefolgt von der Frage, was es denn zum Frühstück gab. Unsere Antwort hierauf variiert täglich, gibt es im Hostel doch einen abwechslungsreichen Speiseplan (der, vor allem was das Frühstück betrifft, streng eingehalten wird! :D) und auch bei unserer Gastfamilie kommen viele unterschiedliche Gerichte auf den Tisch.
Diese alle hier vorzustellen, würde jedoch viel zu lange dauern, weswegen wir uns auf unsere Favoriten und die am häufigsten gegessenen Speisen beschränken werden.



Frühstück:
Vorneweg: Indische Frühstücksgerichte sind in der Regel warm und zum aller größten Teil herzhaft und würzig!
Was zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig war, wollen wir mittlerweile nicht mehr missen und kochen uns so nur ab und an ein „German breakfast“, das dann meistens aus Haferflocken mit Früchten oder importiertem Tütenbrot aus Deutschland besteht (An dieser Stelle herzlichen Dank an die fleißigen Päckchensender aus unserer Heimat!:D).
Auch waren wir neulich in einem großen Supermarkt shoppen und erstanden unter anderem Nudeln, Maggie-Tütensuppen und Salzcracker.
Aber genug vom deutschen Essen, hier soll es schließlich um die indische Küche gehen!


Citrana, gibt es immer montags im Hostel
Neben diversen Reis-Gemüse-Mischungen wie Citrana (Reis mit Tomaten und Erdnüssen, der mit verschiedenen Gewürzen verfeinert wird und eine gelbe Farbe bekommt), Palao (ähnlich wie Citrana, aber mit Erbsen und roter Beete) und Poliogere (auch ein „gelber Reis“, mit Nüssen und Chili, weswegen dieser die wohl schärfste Variante darstellt), gibt es einmal die Woche im Hostel Idli, jene weißen gedämpften Reiskuchen, die mit einem scharfen Chutney (Paste/Soße) aus Kokosnus, Chili und Nüssen serviert werden.

Sonntags wird der Idli-Ofen herausgeholt!
Zuerst wird der Teig in die Metallformen gegossen
und anschließend im Ofen über einem
heißen Wasserbecken dampfgegart.

Unser absoluter Frühstücksfavorit ist jedoch „Upittu“ oder auch „Upma“(Fotos und Rezept siehe unten), ein Brei aus Hartweizengrieß mit Tomaten, grünen Chilis, Erdnüssen und Zwiebeln. Doch Vorsicht, sollte man zu viel davon essen, lassen die Magenschmerzen meist nicht lange auf sich warten, da es wirklich äußerst sättigend ist!


Mittagessen:
Wenn wir zur Mittagszeit im Hostel sind, essen wir meistens Chapati (flache, runde Teigfladen aus Mehl) mit gebratenem oder gekochtem Gemüse, sogenannter „Palea“(siehe Rezepte unten).
Zusätzlich gibt es Reis und Sambar, eine dünne Soße, deren Zutaten von Linsen, Kicherebsen und weißen Bohnen bis zu verschiedenen Gemüsesorten wie roter Beete, Kartoffeln oder Zuchhini variieren. Selbstverständlich sind jene Beilagen immer scharf gewürzt mit Chili-, Masala- und Kurkumapulver.
Bei unserer Gastfamilie kommen wir häufig in den Genuss von keralesischem Essen, da unsere Gastmutter Verwandte in diesem Bundesstaat hat. Hier wird oftmals der relativ wässrige, großkörnige Vollkorn-Keralareis mit typischen keralesichen Fisch- und Gemüsecurries serviert.



oben links: Idli mit Chutney und Sambar
unten links: Meals
oben rechts: unser absolter Lieblingssnack",
"Gobi manchurian" (frittierter Blumenkohl)
unten rechts: Masala Dosa
Ein weiteres, typisch südindisches Mittagsgericht ist „Masala Dosa“.
Dosa ist eigentlich ein runder Pfannkuchen, bestehend aus Reis und manchmal auch Bohnen, der in einer Gusseisernen Pfanne mit Ghee (geklärte Butter) oder pflanzlichem Öl gebacken wird.
Besonders beim Masala Dosa, ist die Konsistenz und Form: Außen ist der Teig goldbraun und knusprig, während er innen weich und weiß bleibt.
Der Zusatz „Masala“ kommt von der würzigen Füllung aus Kartoffeln, Zwiebeln und verschiedenem Gemüse, die in das zugeklappte Dosa gegeben wird. Zum Masala Dosa werden meistens Sambasoße und Kokosnusschutney gereicht.


So gut wie alle Restaurants servieren außerdem sogenannte „Meals“. Hierbei handelt es sich um drei bis fünf verschiedene Soßen in kleinen Töpfchen, die zusammen mit Reis und Chapati oder Naanbrot gegessen werden (siehe Foto). Meistens ist auch „Paisa“ dabei, ein süßer Brei aus Nudeln, Cashews, Zucker und teilweise Milch.


Abendessen:
Zum Abendessen, das für uns anfangs ungewohnt spät stattfindet (halb neun im Hostel und nach zehn in unserer Gastfamilie), gibt es im Kinderheim ebenfalls Reis und Sambar, sowie Chapati oder Ragiball.
Letzterer besteht aus Ragipulver, das ähnlich wie Mehl aussieht, Wasser und etwas Salz. Diese Zutaten werden zu einer Kugel verknetet, die dann dampfgegart wird. Zugegeben, wir waren am Anfang schon etwas skeptisch, und während Lena dieser einfachen und hier weit verbreiteten Spezialität nicht ganz abgeneigt ist, konnte ich mich nicht so wirklich aufgrund der gewöhnungsbedürftigen Konsistenz damit anfreunden ;D


Bei unserer Gastfamilie kochen wir abends jedoch häufig Reis- oder Wheat-Dosa (Rezept siehe unten), wurden in die Geheimnisse der Kunst des Chapatirollens eingeweiht und durften schon bei den verschiedensten Palea-Kreationen helfen.
Hier die Rezepte für ein par unserer Favoriten (Die Personenangaben sind nur sehr grobe Richtwerte, da indische Portionen die deutschen Gewohnheiten meist übersteigen und zum größten Teil nach Gefühl gekocht wird):






Uppitu (herzhafter „Frühstücksgrießbrei“)



oben links: Curryleaves
oben rechts: Kurkumapulver
unten links: Kreuzkümmelsamen
unten rechts: schwarze Senfkörner

Zutaten (4-6 Personen):
2 Tassen Hartweizengrieß (am besten nach Packungsanweisung richten)
2-3 große Tomaten
3-5 mittelgroße grüne Chilis (Wer es authentisch scharf mag, weniger ist natürlich auch in Ordnung ;D)
2 große Zwiebeln
1 TL schwarze Senfkörner
1 TL Kreuzkümmelsamen
2-3 TL Kurkumapulver
Eine Handvoll Curryleaves (alternativ etwas Currypulver)
Eine Handvoll geraspelte Kokosnuss
Salz nach Geschmack
Öl zum Anbraten
Wasser zum Aufgießen
Eventuell Erdnüsse oder Cashews





Zubereitung:

1) Zwiebeln, Tomaten und Chili in sehr kleine Würfel bzw. Streifen schneiden. Falls eine frische Kokosnuss verwendet wird, diese klein raspeln.


2) Öl in einer Pfanne oder einem Wok erhitzen, zuerst Curryleaves und Senfsamen ca. eine Minute anbraten, dann grüne Chili und Zwiebeln und Kreuzkümmelsamen hinzufügen und weitere 2-3 Minuten anbraten, dabei ständig umrühren, sodass nichts anbrennt.


3) Tomaten und Kokosraspeln hinzufügen, unter Rühren 2 Minuten braten, dann Kurkumapulver und Salz unterrühren. Diese Gemüse-Gewürzmischung mit ca 1 Liter-2 Liter Wasser aufgießen und 15-20 Minuten köcheln lassen. Gegebenenfalls Wasser nachgießen!

4) Hartweizengrieß mit Öl in einer separaten Pfanne unter ständigem Rühren anbraten, bis er goldbraun ist.


5) Hat die Gemüsemischung 15-20 Minuten geköchelt, den angebratenen Hartweizengrieß hinzugeben und wenn nötig mit heißem Wasser aufgießen. Dabei ständig rühren. Das Uppitu sollte zum Schluss eine Grießbrei-ähnliche Konsistenz haben.

Wer es ganz indisch machen möchte, verzichtet beim Essen auf jegliches Besteck (außer zum Auffüllen ;D) und isst mit der rechten Hand. Guten Appetit :)





Wheat-Dosa (indische, vegane Pfannkuchen)

Wheat-Dosa ist eine sehr einfache, kostengünstige und schnelle Alternative zum eher aufwendigen Reis-Dosa. Man benötigt lediglich:



Mehl (Weizen- oder Vollkornmehl)
Wasser
etwas Salz
Öl (Ghee oder Pflanzenöl) zum Anbraten
und eine (gusseiserne) Pfanne

Je nach benötigter Portionsgröße Mehl mit Wasser und Salz vermischen, sodass ein dickflüssiger, klumpenfreier Teig entsteht (ähnelt von der Konsistenz her Pfannkuchenteig, siehe Foto). Etwas Öl in der Pfanne erhitzen und eine Kelle des Dosateigs gleichmäßig darauf verteilen, sodass ein runder Pfannkuchen entsteht.
Bei unserer Gastfamilie verwenden wir immer eine spezielle Dosapfanne, in der das Dosa mit einem metallenem Deckel abgedeckt wird und ca 3-5 Minuten backt. Allerdings ist das Dosabacken auch ohne diese Utensilien in einer normalen Pfanne möglich, man muss nur sehr aufpassen, dass es nicht anbrennt und schon nach ca. 1-2 Minuten versuchen, es vorsichtig zu wenden ;)

Dosa wird meistens mit Palea, Sambar oder Chutney gegessen.




Palea à la Parvathi (Gemüsebeilage, nach dem Rezept unserer Hostellehrerin)

Zutaten (für 3-4 Personen):

3-5 mittelgroße grüne Chili
2-3 große Tomaten
2 Zwiebeln
2 mittelgroße Kartoffeln
1 große rote Beete
3 zerquetschte Knoblauchzehen
1 TL Chilipulver
1 TL Sambar oder Currypulver
1-2 TL Kurkumapulver
Eine Handvoll geraspelte Kokosnuss
Salz nach Geschmack
Öl zum Anbraten
Wasser zum Aufgießen



Zubereitung:

1) Das Gemüse in kleine Würfel schneiden und die Kokosnuss raspeln.

2) Öl in Pfanne oder Wok erhitzen, grüne Chili, Zwiebeln und Knoblauch darin ca. 2 Minuten unter Rühren anbraten.

3) Anschließend Chili-, Sambar- oder Curry- und Kurkumapulver hinzufügen, kurz mitbraten und Tomaten, Kartoffeln, die rote Beete und Kokosraspeln dazugeben.

4) Salzen und mit Wasser aufgießen, zudecken und ca 20-25 Minuten köcheln lassen, sodass die Kartoffeln und rote Beete gar sind. Falls nötig, mehr Wasser nachgießen, zum Schluss sollte es eine sämige und nicht zu flüssige Masse sein.

Palea wird zu Reis, Dosa oder Chapati gegessen.


Beim Dosabacken sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!
Unsere Lieblingskreationen: Tomato- und Vegetable-Dosa :)


Auch Palea-Rezepte können vielseitig abgewandelt werden











Dienstag, 22. November 2016

Wie in Indien geheiratet wird

Auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen geht nicht?- Und ob! In den letzten beiden Monaten hatten wir nämlich das große Glück, gleich auf zwei solcher Feierlichkeiten eingeladen zu sein.
Die Hochzeit ist eines der wichtigsten, wenn nicht sogar DAS Lebensereignis eines Inders/einer Inderin, da ist es durchaus üblich zwischen 500-2000 Gäste einzuladen, auch wenn es „nur“ die Volunteers aus
dem Büro des Bruders sind, wie in unserem Fall bei Hochzeit Nummer eins.

Bei dieser handelte es sich um eine hinduistische Hochzeit, welche in der Regel ein oder zwei Tage, aber auch bis zu einer Woche dauern kann. Wir waren bereits schon am Abend vor der eigentlichen Hochzeit in das Haus der Braut eingeladen, wo die Familie und engsten Verwandten und Freunde zahlreiche Riten und Pujas (Gebetszeremonien) rund um die Braut durchführten.
So wurden ihre Hände und Arme unter anderem mit Hennafarbe verziert und eingeölt, sowie sie und ihre Schwiegermutter gemeinsam mit Reis beworfen und anschließend mit gesegnetem Wasser begossen, um symbolisch ein gutes Verhältnis zwischen den beiden zu schaffen.
Auch ein Besuch des Tempels durfte nicht fehlen, der die ganze Zeit von musikalischer Untermalung begleitet wurde.
Spät am Abend fuhren dann alle Gäste in die sogenannte „Marriage hall“, eine große hotelähnliche Anlage mit Festsaal, Unterkünften für die Hochzeitsgesellschaft und einem riesigen Speisesaal, wo noch ein Abendessen serviert wurde.


Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen und sich mit der Hilfe einer indischen Freundin aus dem Office in unsere extra für diesen Anlass gekauften Saris zu kleiden. In den vorher geplanten 15 Minuten war dies dann allerdings doch nicht getan und nach vier mal neu wickeln, 12 Händen und zweieinhalb Stunden später saßen unsere Gewänder und jede ihrer Falten endlich perfekt! Nach einem kurzen Frühstück gingen wir in die große Festhalle, wo auf einer Bühne das Brautpaar und ein Priester sämtliche Hochzeitsrituale vollzogen. Diese hier alle aufzuführen und zu erläutern, würde allerdings vermutlich den Rahmen sprengen, außerdem wissen wir leider zu wenig über die genauen Bedeutungen und Hintergründe, da wir die Braut nicht persönlich kennen und nur zwei weitere unter mehreren hundert Gästen waren.
Ein letztes dieser Rituale war zum Beispiel das gegenseitige Umhängen von Blumenketten, das in etwa dem uns bekannten Ringtausch gleich kommt. Nachdem alle Gäste grüppchenweise dem Brautpaar ihre Geschenke übergeben und ein Foto mit diesem gemacht hatten, ging es in den Speisesaal, wo ein für diesen Anlass typisches, mehrgängiges Mittagessen auf Bananenblättern serviert wurde. Gegen späten Nachmittag verließen auch wir die Feier und fuhren zurück ins Kinderhostel.


Die zweite Hochzeit war genaugenommen noch nicht die „richtige“ Hochzeit, sondern das sogenannte „Engagement“(Verlobung). Bei christlichen Hochzeiten in Indien ist es so, dass zunächst von der Familie der Braut diese Verlobungsfeier ausgerichtet wird, welche für die Brautfamilie den Stellenwert der eigentlichen Hochzeit einnimmt und genauso groß gefeiert wird. Hierbei ist es in vielen Familien Tradition, dass die Brauteltern den engsten Verwandten und Freunden zuvor neue Kleidung für das Engagement kaufen.
Da es sich um die Verlobungsfeier einer unserer Gastschwestern handelte, bekamen auch wir beide mit den Worten „You are our akkas, so you are also family“ Sarees geschenkt, was uns natürlich unglaublich freute!


Da die Hochzeit beziehungsweise Verlobungsfeier ein so wichtiges Ereignis ist und zudem in diesem Fall im Hause der Braut stattfand, waren auch die Vorbereitungen, vor allem im letzten Monat vor dem Engagement, sehr umfangreich. Neben unzähligen Einkäufen und Besorgungen,  dem Aussuchen der Einladungskarten (die übrigens alle per Hand von den Geschwistern der Braut geschrieben und anschließend per Post versendet, jedoch wenn möglich persönlich übergeben werden), sowie zahlreichen Terminen bei Schneider, Blumenhändler und co, wurden außerdem Haus und Hof neu gestrichen, aufgeräumt und verschönert.


Am Vorabend des Engagements gingen wir  zu unserer Gastfamilie nach Hause (i.d.R. übernachten wir hier ja nur montags und dienstags, während wir die restlichen Tage mit den Kindern im Hostel bleiben) und halfen gemeinsam mit Freunden und engen Verwandten, die restlichen Vorbereitungen, wie das Aufbauen der Pavillons, Anbringen von Deko und Luftballons, abzuschließen. Danach gab es noch Abendessen vom Catering Service und wir trugen gemeinsam mit den Cousinen und Freundinnen der Braut gegenseitig Henna auf, bevor es sehr spät zurück ins Kinderheim ging.
Nach drei Stunden Schlaf hieß es dann auch schon wieder Aufstehen und „Aktion Sari-wickeln 2.0“. Glücklicherweise dauerte es dieses Mal nicht ganz so lange und gegen halb neun machte sich das komplette Hostel im VIKASANA Bus  auf nach Tarikere.  
Dort angekommen,  gab es zunächst Frühstück, bevor es weiter in die Kirche ging, wo ein katholischer Gottesdienst, der vom Ablauf her dem in Deutschland stark ähnelte, gefeiert wurde. Auch fand der Ringtausch, der das zukünftige Paar offiziell zu Verlobter und Verlobtem machte, statt.
Im Anschluss ging es zurück zum Haus der Braut, wo das Paar im Rahmen der sogenannten „Reception“ gemeinsam den Hochzeitskuchen anschnitt und sich anschließend auf einer Art Bühne von allen Gästen gratulieren und vom Fotografenteam ablichten ließ. Diese Prozedur kann bei ca 300-500 Gästen dann doch irgendwann ganz schön anstrengend für die beiden werden… Zum Abschluss gab es noch Mittagessen, ebenfalls auf Bananenblättern serviert, sowie Chai und Snacks.


Die eigentliche Hochzeit ist dann Sache der Familie des Bräutigams und wird zwei Wochen nach dem Engagement stattfinden. In der Zeit zwischen Verlobung und Hochzeit  ist es Tradition, dass die Braut sämtliche Verwandte besucht und mit ihnen mindestens eine Mahlzeit einnimmt und teilweise sogar über Nacht bleibt.



Vermutlich stellt sich der ein oder andere Leser nun beim Thema „Hochzeit in Indien“ die Frage, was es denn mit der arrangierte Ehe auf sich hat und ob es sich bei den Hochzeiten, die wir besuchten, jeweils um eine solche handelte? Um es gleich zu sagen - ja, es waren beides arrangierte Ehen. Allerdings muss ganz klar bemerkt werden, dass eine arrangierte Heirat nicht mit einer Zwangsheirat gleichzusetzen ist! Vielmehr entscheidet das Brautpaar hier selbst, ob sie denken, dass sie zusammenpassen und die Ehe eingehen wollen oder nicht. Wir haben uns viel über das Thema mit unseren Gastschwestern unterhalten und möchten versuchen, es an deren Beispiel etwas verständlicher zu machen.


Im Gegensatz zu Deutschland, wo das Individuum den höchsten Stellenwert einnimmt, ist es in Indien so, dass die Familie an erster Stelle kommt.
Das macht auch durchaus Sinn, bedenken wir doch, dass, anders als in Deutschland, wo der Staat für die soziale und finanzielle Absicherung sorgt (Sozial- und Krankenversicherung, Hartz4 etc.), diese Aufgaben in Indien zum größten Teil der Familie obliegen. Da ist die Wahl eines passenden Ehepartners umso wichtiger und durch Abwägung rationaler Gründe eher gewährleistet als durch Leidenschaft, die schnell umschlagen kann. Viele Paare entwickeln im Laufe der Zeit auch Gefühle füreinander.


Der ganze Prozess der „Partnersuche“ bei einer arrangierten Ehe läuft in etwa so ab, dass die Familie der/des Heiratswilligen unter den Verwandten/Bekannten verkündet, dass die Tochter/ der Sohn gerne heiraten möchte und diese sich dann nach passenden, ebenfalls heiratswilligen Partnern umhören. Wenn ein potenzieller Heiratskandidat gefunden wird, kommt es zu mehreren Treffen zwischen den Familien, dem Bräutigam und der Brautfamilie,  dem zukünftigen Brautpaar, sowie zu einer Besichtigung des Hauses des Bräutigams durch die Familie der Braut, da diese im Falle einer Heirat zu ihrem Mann zieht.

Anschließend entscheiden die beiden dann, ob sie heiraten möchten, und wenn dies so ist,  werden Verlobung und Hochzeit organisiert.
Die Verlobungsfeier ist hierbei Sache der Brautfamilie, die tatsächliche Hochzeit wird von der Familie des Bräutigams ausgerichtet.
Im Falle unserer Gastschwester wäre ihre Familie, wenn sie jemanden gehabt hätte, auch mit einer Liebeshochzeit einverstanden gewesen. Zudem lehnte sie eine frühere Hochzeitsanfrage ab, da sie der Meinung war, der Mann würde nicht zu ihr passen.
Mit 26 Jahren ist sie bereits eine verhältnismäßig alte Braut, die meisten Frauen heiraten vor ihrem 25. Lebensjahr, Männer in der Regel bis zu ihrem 30. Rechtlich gesehen dürfen Frauen ab 18, Männer ab 21 Jahren heiraten.
Neben der Möglichkeit seine/-n Zukünftige/-n über Bekannte kennenzulernen, gibt es außerdem diverse Hochzeitsportale im Internet, in denen man sich registrieren lassen kann und mögliche Partnervorschläge erhält.

Wichtig zu erwähnen ist zudem auch, das arrangierte Ehen zwar in Indien weit verbreitet sind, es aber durchaus auch Liebeshochzeiten gibt, wie zum Beispiel bei zwei von VIKASANAs Mitarbeitern, die wir kennenlernten.


So zeigt sich wieder, dass Indien ein Land voller Diversitäten und Unterschiede ist, die man nie verallgemeinernd betrachten darf, sondern immer differenziert und im Kontext um das Land und seine Bewohner wirklich zu verstehen.

Wir hoffen, dass mit diesem Artikel ein kleiner Einblick über dieses doch sehr komplizierte und sensible Thema, das häufig mit vielen Vorurteilen und Klischees belastet ist, geschaffen wurde.


Zu Beginn bekam jeder Gast Armreifen geschenkt

Auch wir beide durften m Brauch des Reiswerfens teilnehmen

Die Marriage hall von draußen...

...und von innen

Eines von vielen Ritualen, ist das Begießen der Hände des Brautpaares mit Milch.
Anschließend wird ein Rupie als Glücksbringer in die Kokosnuss geworfen.


Hier werden die Schals von Braut und Bräutigam miteinander verknotet.
Deswegen lautet ein umgangssprachlicher Ausdruck fürs Heiraten auch "Den Knoten knüpfen"

Braut und Bräutigam hängen sich gegenseitig die Blumenketten um


Die Braut bekam außerdem eine Halskette


Ein Hochzeitskuchen durfte ebenfalls nicht fehlen

Die aufwendigen Hennaverzierungen der Braut




Vor der Marriage hall mit einigen Office-Mitarbeitern und Hostel-Freunden :)


Die Deko auf der Engagementfeier

Ein kleiner Eindruck des mehrgängigen Festessens :)




Dienstag, 1. November 2016

Süßes, sonst gibt´s Saures! Halloween im Hostel

Da wir diesen schaurig schönen Spaß auch dieses Jahr nicht ausfallen lassen und den Kindern vorenthalten wollten, bereiteten wir eine kleine Halloween-Überraschungsparty vor.

Als die Kinder Freitag Nachmittag von der Schule kamen, warteten wir bereits in einem dekorierten Hostel und mit scharzen Schminkstiften gewappnet auf sie und verpassten jedem ein Gruseltattoo im Gesicht. Allein das sorgte schon für eine Menge Spaß und die Kids schienen von den Fledermäusen, Spinnennetzen und Kürbissen sehr begeistert zu sein.

Auch lustige Spiele wie ein Dosenwerfwettbewerb, Stopp- und Improtanz, sowie der obligatorische Bananasong durften nicht fehlen. Die tägliche Snacktime nutzen wir, um Geister-Bananen und Schockobonbons zu servieren. Als es dunkel wurde, erleuchtetn wir den zuvor in einer mühseligen Aushöhl- und Schnitzaktion gestalteten Kürbis, der wohl das unangefochtenen Highlight des Abends war!




Trick or Treat – Halloween at the hostel


Neither we did not want to miss this scary fun nor we did not want to hold it back from the children. So we organized a small Halloween-party at the hostel. When the kids came back from school to the decorated hostel, we were already waiting for them armed with black cosmetic pens. Everybody got a little “scary tattoo” on their face and the children seemed to like the spiders, pumpkins and vampire bats on their cheeks. That was not only a great fun for us, also the children were proud of their new “scary tattoos”. After finishing our small “make-up session” we started with different plays. Furthermore, we prepared “ghost-bananas” as a small Halloween-snack. But the real highlight of that evening was definitely the pumpkin we had caved and carved before and lightened after snacktime!